#1

Die gerechte Begierde als Träger der Lebenskraft

in Spiritualität in Liebe und Sexualität, Literatur und Medien 23.01.2016 10:10
von Ninive • 198 Beiträge

hier hab ich noch was Interessantes gefunden:


[Geistige Sonne II, Kap. 48, Die zwölf Träger des Lebens:]

"Der zehnte Täger heißt: Siehe das Weib nicht mit begierlichen Augen an, und das Weib deines Nachbarn und deines Bruders betrachte in der Begierde deines Herzens als wäre es nicht da, so wird dadurch deinem Geiste ein freies Gedeihen werden. Und wirst du in der Kraft deines Geistes dich befinden, dann wird es dir ein Leichtes sein, die Kraft des Geistes in deinem Weibe dir wahrhaft zu vermählen, welches wird sein eine wahre Ehe vor Gott.

Verbindest du dich aber mit deinem Weibe nur nach deiner Begierde, die noch unreif ist, so wirst du durch solchen Verband deinen Geist mit dem Geiste deines Weibes nur zusammenknebeln, wodurch dann aus zwei Geistern ein unbehilflicher Sklave wird, und wird da nicht können ein Geist dem andern die heilige Lebensfreiheit je verschaffen, sondern noch die ursprüngliche in der stets mächtigeren Umstrickung verlieren."


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zuletzt bearbeitet 20.03.2016 09:57 | nach oben springen

#2

RE: Die gerechte Begierde als Träger der Lebenskraft

in Spiritualität in Liebe und Sexualität, Literatur und Medien 23.01.2016 10:21
von Ninive • 198 Beiträge

Das passt ja ganz zu der Wirkung von Dopamin, das einen versklavt (erster Satz), wenn man sich Pornos etc. anschaut. Dann ist der Geist/sind die Gedanken an diese Bilder gebunden und es ist kein "freies Gedeihen" mehr möglich. Es passt auch zum Sexkonsum via wechselnder Partner und zum Casanovakomplex, der ständig mit seinen Gedanken bei der nächsten zu erobernden Frau ist und im Grunde gar nicht frei denken kann.

Der zweite Satz klingt nach Karezza... die Kraft des Geistes zweier Menschen miteinander verbinden...

Der dritte Satz klingt für mich nach diesen Beziehungen, wo man das Gefühl hat, die Partner seien überhaupt nicht mehr frei. Wie gebunden, verstrickt in einer Zwangsjacke der Beziehung. Und er macht deutlich, dass ungute Sexualität sehr wohl auch in einer Ehe ihr Unwesen treiben kann.


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#3

RE: Die gerechte Begierde als Träger der Lebenskraft

in Spiritualität in Liebe und Sexualität, Literatur und Medien 20.03.2016 09:55
von Ninive • 198 Beiträge

Hier noch zwei Textstellen dazu:

[GS.02_048,14] Der sechste Träger lautet und heißt: Achte die zeugende Kraft in dir wie die aufnehmende im Weibe; denn siehe, Gott, dein Herr, hat dieses allmächtige Fünklein aus Seiner höchsten und tiefsten Liebe in dich gelegt. Mißbrauche daher nie diese heilige Kraft Gottes in dir und zerstreue sie nicht vergeblich; so wirst du ein allzeitiger Mehrer deines eigenen Lebens und des Lebens deiner gezeugten Kinder sein.

[GS.02_048,17] Der neunte Träger lautet: Gott, der Herr, hat dir mannigfache Sinne und Kräfte verliehen. Diese sollst du im Zaume halten wie ein junges Bäumchen im Garten deines Lebens, damit es mächtig heranwachse zur riesigen Kraft und Stärke eines mächtigen Baumes. Wenn du aber solche deine Sinne, Triebe und Begierden nach allen Richtungen herumschießen lässest, so wird dein Lebensbaum nie zur vereinten Kraft erwachen, sondern entweder verdorren oder zu einem nichtigen Gebüsche und Gestrüppe werden, in dem sich wohl allerlei Geschmeiß aufhalten wird, aber die Vögel des Himmels werden nimmer da ihre Wohnung nehmen.


Das verstehe ich so, dass es einem eben selbst nützt und auch für die eigene Gesundheit sorgt, wenn man seine (sexuellen und anderen) Triebe sebst bestimmen kann und nicht von ihnen bestimmt wird.


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zuletzt bearbeitet 20.03.2016 09:57 | nach oben springen



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